Tyrannosaurus rex “Tristan” ist da!

Hier ist er nun endlich: der Tyrannosaurus rex “Tristan” wird heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Bisher gab es als Appetithappen nur eine Pressekonferenz mit dem Schädel, aber schon diese kurze Gelegenheit hat zu einem enormen Echo in Zeitungen, Radio und Fernsehen geführt. Heute darf die Presse endlich den ganzen Tristan bewundern, das aufgebaute Skelett und den Schädel in einer Vitirine auf Augenhöhe. Fangen wir daher mal gleich mit einer Gesamtansicht an.

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Warum ist der Panda schwarz-weiß?

Wenn Pandababies auf die Welt kommen, sind sie pink. Als Panda erkennbar werden sie erst nach ein paar Wochen, wenn sich die schwarz-weiße Färbung herausbildet. Aber weshalb so auffällig im grünen Bambuswald? Bis heute tappen Wissenschaftler im Dunkeln. Die Gründe für die auffällige Färbung sind bisher nicht bekannt. Möglicherweise dient sie den Einzelgängern dazu, für paarungsbereite Artgenossen besser erkennbar zu sein. Diskutiert werden aber auch Vorteile bei der Regulation der Körpertemperatur oder die Tarnung von Jungtieren. Diese warten oft lange Zeit in Baumkronen auf ihre Mütter, wo sie vor einem bewölkten Hintergrund nur schwer erkennbar sind.

Warum hat der Panda so einen großen Kopf?

Im Vergleich mit Grizzly, Eisbär und Co können Bambusbären zwar nicht mit Ihrer Körpergröße punkten, ihr Schädel fällt aber deutlich massiver aus. Der Grund dafür liegt in ihrer Speisekarte. Pandas benötigen vergleichsweise kräftigere Kaumuskeln um die pflanzliche Nahrung zu zermahlen. Auch die hinteren und vorderen Backenzähne sind an die spezielle Bambuskost angepasst und größer und breiter als die der meisten Bären. Paläontologen entdeckten in Spanien 11,6 Millionen Jahre alte Überreste eines Bären, der seine Kost bereits auf pflanzliche Kost umgestellt hatte. Die Vorfahren des Panda. Er ernährt sich zwar hauptsächlich von Bambus, verschmäht aber auch nährstoffreiche Zusatzkost wie Blätter, Zweige, Wurzeln, Früchte und Samen nicht. Auch Fleisch steht manchmal noch auf dem Speiseplan. Kleine Nage- oder Huftiere jagt der Panda in freier Wildbahn sogar selbst. Immer nur Bambus ist eben doch etwas eintönig und energiearm.

Warum heißt der Panda auch Bambusbär?

Sie gehören zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen der Erde. Manche von ihnen wachsen bis zu einem Meter pro Tag. Weltweit gibt es über 1000 Arten des Süßgrases, ca. 60 davon stehen auf dem Speiseplan des Pandas. Die Bären müssen ungeheure Mengen an Bambus verzehren, um ihren täglichen Energiebedarf zu decken. Doch ein Großteil der aufgenommenen Nährstoffe werden unverdaut ausgeschieden (d.h. die handtellergroßen Panda-Kötel sehen aus wie zusammengepresstes Bambusstroh). Um ihren großen Bambuskonsum überhaupt decken zu können, benötigen die Tiere daher ein großes Revier. Der Panda ernährt sich zu 99 Prozent von dem hochgewachsenen Süßgras. Artenschutzspezialisten schätzen, dass ein ausgewachsener Bambusbär pro Tag durchschnittlich 30 Kilogramm davon verspeist und dabei auch noch wählerisch ist. Und es gibt noch ein Problem: Bambus blüht in unregelmäßigen Abständen, manche Arten nur alle 60 oder gar 130 Jahre. Kommt es zur Blüte, dann blühen alle Pflanzen weltweit zur gleichen Zeit. Wie sie das erreichen, gibt Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf. Was für die Wissenschaftler interessant ist, ist aber für den Panda fatal. Mit einem Schlag sind alle Futterpflanzen abgestorben und er muss neue Reviere suchen. Viele Tiere sterben dann.

Warum sind Pandababies bei der Geburt so winzig?

Sie sind pink, etwa hamstergroß und blind. Bei der Geburt wiegt ein Pandababy lediglich 100 Gramm – rund ein Tausendstel des Gewichts seiner Mutter. Rechnet man das in menschlichen Maßstäben wäre es so, als wenn ein Menschenbaby schon nach 23 Wochen auf die Welt käme statt nach 40 Wochen. So ein Menschen-Frühchen wäre kaum überlebensfähig. Wie bei einem menschlichen Frühchen sind auch beim Pandababy die ersten Wochen besonders kritisch: Die winzigen Tiere können ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln. Manchmal werden die Kleinen beim Wärmen sogar versehentlich von der Mutter erdrückt. Aber warum dann die Eile bei der Schwangerschaft? Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Strategie mit der Bambus-Diät der Bären zusammenhängt. Allein um ihren Energiebedarf decken zu können, müssen Pandas rund um die Uhr Bambus fressen. Größere Fettreserven, die für eine längere Schwangerschaft notwendig wären, können sie vermutlich schlichtweg nicht anlegen. Deshalb muss der Nachwuchs schon früh den Mutterleib verlassen.

Mit Kanonen auf Elefanten schießen – Die Halloweennacht im Museum

Pubertierende Elefanten können anstrengend sein und auch sehr gefährlich für den Menschen. Anfang des 18. Jahrhunderts sahen die Wärter der Menagerien (Vorläufer der zoologischen Gärten) in Europa manchmal nur eine Lösung dafür, sie mussten sterben. Aber wie einen riesengroßen Elefanten töten? Neben dem Einsatz von Flinten wurden Kanonenkugeln in Erwägung gezogen. Allein das ist schon eine ziemliche gruselige Vorstellung, doch es kam noch verrückter. In Potsdam wurde 1938 ein Elefant sogar mit Blausäure getötet. Dumm nur, dass der gesamte Kadaver dann vergiftet war und damit eigentlich nicht mehr berührt werden und schon gar nicht unter der Erde begraben werden konnte. So landete er schließlich im Museum für Naturkunde. Weiterlesen

Unser #AskACurator Tag 2014

Am 17.9.2014 fanden sich 619 (!!!) Museen aus der ganzen Welt auf Twitter zusammen, um über Kuratoren, Sammlungen und ihre Arbeit mit der Twittergemeinde zu sprechen. Es gab wieder spannende Einblicke in viele Sammlungen und Ausstellungen. Unsere Fragen und dazugehörigen Antworten haben wir für euch in ein Storify gepackt – dieses könnt ihr hier ansehen. Link zum #askacurator Storify 2014

Ihr erfahrt einiges über kuriose Sammlungsobjekte, was unsere Kuratoren tun würden, wenn es brennt oder auch zu (Neuen) Medien in Museen.

Manchmal wollen die Antworten aber einfach nicht in 140 Zeichen passen. Da findet ihr die Antwort hier:

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#askacurator Tag 2014

Am 17. September ist es wieder so weit: auf Twitter dreht sich fast alles um die Museen dieser Welt und insbesondere um die Kuratoren. Auch wir sind wieder dabei und gewähren an diesem Tag Einblicke in unsere tägliche Arbeit und ganz besonders in unsere Sammlungen.

Was ein Kurator in einem Naturkundemuseum so macht, haben wir letztes Jahr versucht zusammenzufassen. In “Was kuratiert der Kurator eigentlich?” bekommt ihr schon mal einen ersten Eindruck. Für alle Fragen, die dann noch offen sind, oder sich erst daraus ergeben, könnt ihr uns morgen auf Twitter löchern. Weiterlesen

Warum finden Fliegen Hundehäufchen und Kuhfladen so lecker?

Die Stadtreinigung mag einige Hundehäufchen beseitigen, aber Kuhfladen auf der Wiese bestimmt nicht. Stellt euch vor, die würden alle liegen bleiben? Tausende stinkender Fladen türmten sich auf der Wiese – da mag selbst die gemütlichste Kuh nicht mehr langlaufen. Gut, dass es Fliegen, Mistkäfer & Co gibt. Im bzw. unter dem Kuhfladen sind Mistkäfer und Nachwuchs vor Fressfeinden geschützt. Weiterlesen

Warum entwischen Fliegen (fast) immer?

Der Fliege in der Küche soll nichts geschehen – sie soll nur raus. Allein tut sie es nicht – zu lecker ist das Erdbeereis – also muss sie gefangen werden. Und das ist nicht einfach. Kommt man mit dem Deckelglas von vorn, startet sie nach hinten. Kommt man von hinten, startet sie nach vorn. Es scheint, als wenn das Fliegenhirn schlau genug wäre, den Feind immer rechtzeitig zu durchschauen. Wie macht das so eine kleine Fliege? In einer renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift berichten zwei Wissenschaftler, was sie über das Fluchtverhalten von Fliegen herausgefunden haben, in dem sie mit einer Hochgeschwindigkeitskamera 5400 Bilder pro Sekunde aufgenommen und dann langsam abgespielt haben. Weiterlesen